Im Oktober 1998 gestaltet Wirbelwind, gemeinsam mit der Polizei und finanziert durch den Lions Club, das Plakat „Wer grabscht, sieht rot“ und verteilt es flächendeckend auf die Bäder im Landkreis Reutlingen. Die Rückmeldung der Bademeister*innen ist sehr positiv. Tatsächlich melden sich viel mehr Kinder und Jugendliche als vorher beim Badepersonal mit Beschwerden, und es können auch bereits Grabscher aus dem Bad verwiesen werden. Die Rückmeldungen zeigen deutlich: Kinder und Jugendliche melden Übergriffe häufiger und holen sich Hilfe.
Weitere Entwicklungen:
- Aufbau der Homepage
- Teilnahme an Fachveranstaltungen und Gremien
- Besuche der verschiedenen Beratungsstellen der umgrenzenden Landkreise, um sich über die Arbeit, Ausstattung und personelle Situation auszutauschen.
- Wirbelwind ist im Austausch mit der Gerichtshilfe TÜ/RT wegen Prozess- und Zeug*innenbegleitung
- Einrichtung eines mobilen Kontakts
Gleichzeitig entstehen massive Herausforderungen:
- Auflösung der Konzeptionsgruppe, da das Voranbringen einer Anlauf- und Beratungsstelle gegen sexuelle Gewalt nicht als gemeinsames Ziel gesehen werden kann und Interessenskonflikte bestehen.
- Erfolgloses Ringen um Finanzierung
- Die Anfragen nach persönlicher Beratung und Begleitung sowie Mailkontakte wachsen immens.
- Außerdem beschäftigt Wirbelwind auch der bevorstehende Ruhestand von Gisela Zenke.
Die Diskrepanz zwischen Bedarf und Ressourcen wächst deutlich.