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Starkes Bündnis gegen sexualisierte Gewalt

 

Ein Kooperationsprojekt mit dem

17.September 2025 – Fachtag auf der Hopfenburg Münsingen

Der Höhepunkt des Projekts war der Fachtag, der zum Ende des Finanzierungszeitraums stattgefunden hat. Am 17.09.2025 haben sich in der Hopfenburg Münsingen ca. 150 Personen getroffen, um mehr über den Projektverlauf und die Ergebnisse zu erfahren.

 

 

Nach dem Ankommen mit Brezelfrühstück begrüßten zunächst Andreas Bauer (Sozialdezernent Landratsamt Reutlingen) sowie die Moderation Christine Besenfelder (Leiterin Kreisjugendamt) die Gäste. Frau Schwarz vom Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg und Cora Bures als Vorständin des LKSF Baden-Württemberg e.V. betonten in ihren Grußworten die Bedeutung des Projektes auf Landesebene.

Marion Hüeber (Projektleitung Frühe Hilfen) beschrieb im Rückblick den Verlauf sowie die Meilensteine des Projekts.

 

 

 

 

Nach der Kaffeepause ging es weiter mit dem Input „Hinsehen-Handeln-Schützen – Impulse zu sexualisierter Gewalt von Prof. Dr. Julia Gebrande (Vorsitzende der Unabhängigen Kommission des Bundes zur Aufarbeitung sexualisierten Kindesmissbrauchs) und Claas Löppmann (Mitglied des Betroffenenrates der UBSKM).

 

 

 

Danach präsentierte Manuela Lieb (Projektleitung von Wirbelwind e.V.) die Ergebnisse des Starken Bündnisses Reutlingen. Schwerpunkte waren die Ergebnisse der Umfrage sowie die aufgebauten Netzwerke zu Prävention und Intervention bei sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend.

Nach einem leckeren Mittagessen hatten alle Besucher*innen die Möglichkeit, sich am Markt der Möglichkeiten über das ausdifferenzierte Angebot im Landkreis Reutlingen zu sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend zu informieren.


Danke an dieser Stelle an alle Beteiligten:

 

Nach einem gemeinsamen Fazit und Ausblick konnten wir auf einen gelungenen Fachtag zurückblicken, der zwar das Ende des Finanzierungszeitraums bedeutete und gleichzeitig die weitere Bündnisarbeit einläutete.

 

Hier finden Sie die die Unterlagen zu den einzelnen Präsentationen:

Vortrag Prof. Dr. Julia Gebrande und Claas Löppmann

Rückblicke des Landkreises und von Wirbelwind e.V.

 

06.Mai 2025 – 3. Bündnistreffen

Im ersten Teil dieses Treffens standen die weitere Verteilung der Postkarte, die Präsentation verschiedener Bündnisaktionen sowie die Auswertung der Onlineumfrage im Fokus.

Beispielhafte Bündnisaktionen waren z.B.

  • 01/25: Informationsveranstaltung zu sexualisierter Gewalt beim Ärztenetz Reutlingen (freiwilliger Zusammenschluss von etwa 100 Vertragsärzt*innen und –psychotherapeut*innen des Landkreises Reutlingen

  • 03/25: Gemeinsame Präsentation der Bündnisse aller Projektstandorte durch die LKSF auf dem 9. Tag des Opferschutzes Baden-Württemberg

  • 04/25: Informationsveranstaltung für die Feuerwehren aus den Landkreisen Reutlingen und Zollernalb

Herauszuheben sind zudem zwei Arbeitsgruppen, die sich gebildet haben:

  • Gemeinsam mit dem der Ärztenetz GbR und einer Kollegin des Gesundheitsamtes Reutlingen erarbeiten wir Präventionsmaterialien/-veranstaltungen und Handlungsleitfäden für medizinische Praxen.
  • Erste Treffen und Veranstaltungen gab es mit Ausbildungsbegleiter*innen der Handwerkskammer und der Industrie- und Handlungskammer Reutlingen. Denn Übergriffe finden überall statt – auch im Ausbildungskontext

 

Im zweiten Teil erarbeiteten die Teilnehmer*innen, welche Informationen Praktiker*innen benötigen, um bei Vermutung, Verdacht oder bestätigter sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend handlungssicher zu sein. Wir freuen uns schon, diese Ergebnisse im Herbst präsentieren zu können.

 

April 2025

Tausende von diesen Postkarten sind im Landkreis verteilt worden: An Kindertageseinrichtungen, Schulen, Einrichtungen der Jugendhilfe, Vereine….

Falls bei Ihnen noch keine angekommen sind oder Sie noch mehr brauchen: Unter starkebuendnisse@kreis-reutlingen.de können Sie gerne noch welche bestellen.

 

Januar / Februar 2025

Über 500 Fachkräfte und Ehrenamtliche haben sich an unserer Online-Umfrage beteiligt. Nach unserem Fachtag im September werden wir die Ergebnisse veröffentlichen. Schon jetzt fließen diese in den Bündnisauf- und -ausbau ein.

 

09.12.2024 – 2. Bündnistreffen

Die bisherigen Ergebnisse und Aktivitäten wurden dem Plenum vorgestellt.

Zentraler Bestandteil war die Präsentation die Überarbeitung des Fragebogens, der im Januar 2025 veröffentlicht wird. Dessen inhaltliche Erarbeitung erfolgte aufgrund der Ergebnisse der Auftaktveranstaltung.

  • Zielgruppe sind Erwachsene, die im Landkreis Reutlingen beruflich oder ehrenamtlich mit und/oder für Kinder und Jugendliche arbeiten.
  • Die geplanten Anwendungen der Ergebnisse des Fragebogens fließen direkt in die Informationsbereitstellung für Ehrenamtliche und Fachkräfte im Landkreis Reutlingen ein. Die konkrete Form wird aktuell entwickelt.
  • Weitere Einsatzmöglichkeiten werden analog der Rückmeldungen aus dem Fragebogen und der vorhandenen Ressourcen entwickelt.

Danach wurden die weiteren geplanten Schritte präsentiert und diskutiert, wie die Informationsbereitstellung zu sexualisierter Gewalt in Kindheit möglichst niedrigschwellig und komprimiert umgesetzt werden kann. Wir sind dran

 

Öffentlichkeits- und Projektarbeit 09/24 bis 12/24

In verschiedenen Kontexten sind Mitarbeiter*innen des Landkreises und von Wirbelwind e.V. bei öffentlichen Veranstaltungen im Namen des Bündnisses aufgetreten.

  • 28.09.2025 Jubiläumsfest Lebenshilfe Reutlingen 60 Jahre Lebenshilfe + 40 Jahre Kaffeehäusle
  • 21.09.2024 Spendenmarathon – Spendenparlament Reutlingen
  • 18.11.2024 Landkreisübergreifender Fachtag Hand in Hand – Gegen sexualisierte Gewalt in Kindheit und Jugendin Bisingen
  • 18.11.2024 Buchausstellungen in verschiedenen Büchereien im Landkreis zum Europäischen Tag zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Kindesmissbrauch
  • 25.11.2024 Tag gegen Gewalt an Frauen auf dem Marktplatz Reutlingen
  • 05.12.2024 „Gemeinsam Sozialpolitik gestalten“ Arbeitskreis Soziales der Grünen Landtagsfraktion

Die Untergruppe „Projektgruppe Alb“ hat gezielt den ländlichen Raum im Auge. Es geht um die Bedarfserhebung und Entwicklung einer gezielten Verweisstruktur mit Schnittstellenprüfung.

Schwerpunkte in der Umsetzung liegen auf öffentlichkeitswirksamen Aktionen (Prävention) und Angeboten, um bestehende Versorgungslücken zu schließen und Betroffene dadurch besser unterstützen zu können (Intervention). Dazu gehören auch Überlegungen, wie Personen verschiedener Fachrichtungen und ehrenamtlich Tätige z.B. in Qualitätszirkeln zu sexualisierter Gewalt geschult werden können.

 

Am 18.07.2024 fand die Auftaktveranstaltung zu „Starkes Bündnis gegen sexualisierte Gewalt im Landkreis Reutlingen“ statt.

Der Einladung von Landrat Dr. Ulrich Fiedler folgten zahlreiche Vertreter*innen aus den Bereichen Kinder- und Jugendhilfe, Gesundheitswesen, Bildung, Justiz und Bürgerschaftliches Engagement. Sie kamen im großen Sitzungssaal des Landratsamtes Reutlingen zusammen, um mehr über das Projekt und seine Inhalte zu erfahren.

Diese Erwartung wurde im ersten Teil der Veranstaltung erfüllt. Neben den Rahmenbedingungen (siehe unten) wurden vor allem die konkreten Schwerpunkte im Landkreis und die geplanten Schritte präsentiert.

Schwerpunkte:

  • Identifizierung und langfristig Behebung von Versorgungslücken
  • strategischer Aufbau von Präventions- und Interventionsangeboten für spezifische Zielgruppen/-orte
  • Entwicklung einer gemeinsam definierten Haltung und Zielsetzung und deren Verschriftlichung

Handlungsschritte:

  • Bedarfsanalyse: Welche Angebote sind den Bündnispartner*innen bekannt? Wie und mit wem können weitere Bedarfe erkannt und gedeckt werden?
  • Entwicklung eines Handlungsleitfadens inkl. Angebotsübersicht für den Landkreis Reutlingen
  • Aufbau und Implementierung einer Projektgruppe auf der Schwäbischen Alb inklusive beratender und unterstützender Bündnispartner*innen.
  • Planung, Koordination und Durchführung von Veranstaltungen/Fortbildungen

 

Ins Handeln ging es dann direkt nach einem stärkenden Imbiss.

Zur Vorbereitung der Bedarfsanalyse wurden die Beteiligten abgefragt, welche Angebote sie zu Prävention und Intervention bei sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend im Landkreis kennen und welche Fragen sie aus ihrer jeweiligen Perspektive an den eigenen und die Arbeitsbereiche der anderen Anwesenden hatten.

Die an Pinnwände gehefteten Informationen und Fragen führten direkt zum Austausch als die Teilnehmenden sich die Beiträger der anderen anschauten.

Neue Kooperationen entstanden, an alte Verbindungen und (vergessene) Vorgehensweisen wurde angeknüpft. Erste Ideen wurden entwickelt, welche Veränderungen unbürokratisch und zeitnah umgesetzt werden können.

So entstand ein Raum/Austausch frei von gegenseitiger Kritik und Verantwortungsabgabe. Das GEMEINSAM stand im Vordergrund.

Die Ergebnisse werden im Anschluss von den Projektverantwortlichen zusammengefasst und zur Verfügung gestellt. Und es wird ein Fragebogen daraus entstehen, um die im Landkreis vorhandenen Ressourcen und bestehenden Entwicklungsbedarfe zu identifizieren.

Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit.

 

 

Weitere Informationen zu den Rahmenbedingungen:

„Mit dem Vorhaben „Starke Bündnisse gegen sexualisierte Gewalt“ unterstützt die LKSF Baden-Württemberg e.V. auf Landkreisebene eine noch bessere Netzwerkbildung für einen verlässlichen, nachhaltigen Kinderschutz.

Vier Landkreise werden mit Landesmitteln im Rahmen des „Masterplan Kinderschutz“ gefördert, Projektträger ist die LKSF Baden-Württemberg e. V.. Kooperationspartner des Projekts sind der Landkreistag Baden-Württemberg, der Städtetag Baden-Württemberg und das Landesjugendamt (KVJS).

 

 

Ziel der Konzeption „Starke Bündnisse gegen sexualisierte Gewalt“ ist es, eine verlässliche Gesamtstruktur zu etablieren: die vorhandenen Angebote, Akteure, Strukturen und Netzwerke im Landkreis zusammenzuführen, die im Themenfeld “Schutz vor sexualisierter Gewalt” bestehen und arbeiten – und auf diesem Weg Prävention und Intervention weiter zu verbessern. Unterschiedliche Ziele, Aufträge, fachliche Vorgehensweisen, rechtliche Rahmenbedingungen als auch berufsbedingte Unterschiede in der fachlichen Kommunikation müssen gegenseitig bekannt sein, miteinander verbunden und die Zusammenarbeit intensiviert werden. In dieser Thematik darf unser aller Engagement nicht nachlassen, denn Fachleute schätzen, dass auch in Baden-Württemberg in jeder Schulklasse ein bis zwei Kinder sitzen, die Opfer von sexualisierter Gewalt sind.

Im Rahmen einer Jurysitzung Ende Januar 2024 wurden folgende Bewerbungen für die Förderung im Projekt ausgewählt:

  • Landratsamt Ostalbkreis im Tandem mit Kontaktstelle gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen und Jungen
  • Landratsamt Rastatt im Tandem mit Feuervogel Rastatt e.V.
  • Landratsamt Reutlingen im Tandem mit Wirbelwind e.V.
  • Landratsamt Sigmaringen im Tandem mit Lichtblick, Caritasverband Sigmaringen“

Quelle: https://lksf-bw.de/politik/foerderaufruf-starke-buendnisse-gegen-sexualisierte-gewalt/