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Tipps für Kids

 

Hier seht Ihre unsere Tipps für Kids …

 

  • Es gibt Erwachsene und Jugendliche, die manchmal nett und ein anderes Mal blöd sind. Die wollen dann z. B., dass Kinder ihren Penis angucken oder sie am Penis oder an der Scheide streicheln, obwohl das für die Mädchen und Jungen doof ist. Manche Männer sind einfach ganz blöd. Die stehen in der Nähe vom Schulhof, Schwimmbad… und zeigen Kindern ihren Penis. Man kann die auch Pimmelzeiger nennen. Wenn Dir so etwas passiert, gehe weg und suche Dir einen anderen Erwachsenen. Bitte diesen, die Polizei zu verständigen.
  • Sprich einen Dir unbekannten Erwachsenen, der Dich belästigt, immer mit „Sie“ an, damit die anderen Menschen auf der Straße wissen, dass Du diese Person gar nicht kennst und es sich nicht um einen Streich oder einen Streit mit Deinem Vater oder Deiner Mutter handelt.
  • Wenn jemand Deine Gefühle verletzt, Dich z. B. beschimpft, Dir Angst macht oder Dir ein Geheimnis erzählt, das Dich traurig macht und Dir Sorgen bereitet, dann darfst Du das weitererzählen. Das ist kein Petzen!
  • Niemand hat das Recht, Dir mit Worten, Schlägen oder Gemeinheiten Angst zu machen. Erwachsene und Jugendliche, die Mädchen und Jungen Angst machen, sind gemein!
  • Manchmal packen Erwachsene Kindern einfach an den Po oder in die Hose, obwohl das für den Jungen oder das Mädchen oft komisch oder blöd ist. Das ist richtig gemein, besonders, wenn das Kind den Erwachsenen lieb hat. Darüber dürfen Mädchen und Jungen immer reden, auch wenn es ihnen am Anfang sogar ein bisschen gefallen hat oder der Erwachsene gesagt hat, das Kind dürfe das nicht weitererzählen.
  • Dein Körper gehört Dir! Du bestimmst, wer Dir nahe kommen oder Dich anfassen darf und wer nicht!
  • Niemand hat das Recht, Dich gegen Deinen Willen zu berühren! Auch nicht Verwandte, Lehrer oder Bekannte! Ausnahme: Manchmal muss Dich jemand anfassen. Wenn Du Dich z. B. verletzt hast, dann muss Dich eine Ärztin oder ein Arzt untersuchen. Doch wenn Du möchtest, dann kannst Du jemanden mitnehmen, damit Du nicht so alleine bist.
  • Wenn Dir jemand etwas schenkt, dann darfst Du das ruhig annehmen. Du darfst Geschenke aber auch ablehnen, wenn Du sie nicht haben möchtest. Für Geschenke braucht man nichts zu tun und auch nichts zu bezahlen. Verwandte oder Freunde, die Dir gerne etwas schenken, freuen sich mit Dir, wenn Dir das Geschenk gefällt. Hat Dir jemand nur etwas geschenkt, damit Du ihm einen Gefallen tun sollst, so ist das gemein.
  • Wenn jemand Dich komisch berührt, Dir unangenehme Sachen erzählt, Dir eklige Bilder zeigt oder Dich gegen Deinen Willen fotografieren will, dann darfst Du NEIN sagen, unfreundlich sein, toben, herumschreien, spucken, weglaufen. Alles ist für Dich erlaubt, wenn Du glaubst, in Gefahr zu sein.
  • Du hast das Recht, Dich gegen beschämende Anrufe zu wehren. Wenn Dich jemand anruft und Dir eklige Dinge erzählt, dann darfst Du einfach den Hörer aufknallen. Ruft die Person nochmals an, dann kannst Du mit einer Trillerpfeife in den Hörer blasen oder einen Kochtopf über den Hörer legen und mit einem Kochlöffel oben draufschlagen. Der Andere ruft bestimmt nicht wieder an, denn der Lärm tut im Ohr richtig weh!
  • Mädchen und Jungen dürfen auch Erwachsenen gegenüber NEIN sagen. Spricht Dich ein Erwachsener z. B. auf der Straße an und fragt Dich nach dem Weg, so musst Du nicht antworten, wenn Du keine Lust dazu hast. Der Erwachsene kann ja jemand anderen fragen oder sich einen Stadtplan besorgen.
  • Manchmal erzählen Erwachsene, die Jungen und Mädchen weglocken wollen, es sei etwas Schlimmes passiert und die Kinder sollten mitkommen. Das stimmt dann aber nicht. Andere locken Kinder damit, dass sie ihnen etwas schenken oder zeigen wollen. Deshalb steige nie in ein Auto, bevor Du Deine Mama oder Deinen Papa gefragt hast, ob Du mit diesem Menschen mitfahren sollst. Gehe auch nie mit Fremden mit!
  • Du brauchst niemandem Deinen Namen und Deine Adresse erzählen, auch nicht Menschen, die Du kennst.
  • Wenn Du in Gefahr bist, dann rufe laut „Feuer“! Viele Menschen überhören Hilferufe, reagieren aber auf das Wort „Feuer“, denn sie sind neugierig oder haben Angst, ihr eigenes Haus würde brennen. Rufe das Wort „Feuer“ aber nicht aus Spaß!
  • Manchmal ist es viel zu schwer, sich allein zu wehren! Auch wenn Du Dich nicht gewehrt hast: Du hast keine Schuld! 
  • Überlege Dir, welche anderen Kinder und welche Erwachsenen Dir helfen können. Nimm all Deinen Mut zusammen und bitte sie um Hilfe. Wenn Dir zunächst nicht geglaubt wird oder Du am Anfang nicht den Mut hast, mit anderen zu sprechen, gib nicht auf! Vielleicht schaffst Du es an einem anderen Tag. Merke: Du hast keine Schuld! 

Aus „TIPPS FÜR KIDS“ von Zartbitter Köln, Idee + Text von Ursula Enders

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